Erscheinungsjahr: 1998      WER 6541 2       Bestellen

Günter Steinke

CD

1 Streichtrio

2 ...kaum ein Hauch

3 Annäherungen

4 ARCADE

5 Durchbrochene Räume

Gestalten, die sich verformen und fortwährend zu etwas anderem heranwachsen, stehen im Mittelpunkt des Interesses von Günter Steinke, dessen Werke hier präsentiert werden.

Zu seiner Vorstellung von Musik gehört die Möglichkeit, mehrdimensionale Vorgänge in der Zeit darzustellen. Im fortspinnenden Spiel mit zumeist wenigen Elementen - deren Eigenschaften er innerhalb eines eng abgesteckten Rahmens unablässig variiert - gliedern sich die Ereignisse zu einer musikalischen Situation, die sich in verschiedene Richtungen zugleich verändert.

Es handelt sich um ein Denken, das ein Musikstück als Organismus erfährt, der sich aus wandelbaren musikalischen Keimzellen zusammensetzt. Auf der Basis von vorgefertigten Rastern, die einen hohen Grad von Eigengesetzlichkeit in sich tragen, erarbeitet Steinke im Diskurs die Facettierungen stets aufs Neue, um darin seinem Ausdrucksbedürfnis gerecht zu werden.

Die jetzt auf CD vorliegenden Stücke repräsentieren die Ausprägung seines kompositorischen Konzepts in Solostücken und Ensemblewerken kleiner und mittlerer Größe, wobei auch der gelegentliche Gebrauch von live-elektronischen Mitteln das Spektrum der musikalischen Transformationsprozesse erweitert. Sie alle zeigen Steinkes Idee von Klängen im Übergang.

1956        geboren in Lübeck
 Schulmusik- und Germanistikstudium in Lübeck und Köln
 Studium in Freiburg bei Klaus Huber (Komposition), Mesias Maiguashca (elektronische Musik) und Peter Förtig (Musiktheorie)
 Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse
 Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks
1990/91Stipendiat der Akademie Schloß Solitude Stuttgart
seit 1988Schwerpunkte der Arbeit sind neue Kammermusik und Live-Elektronik (Arbeit u.a. im Experimentalstudio der Heinrich-Strobel-Stiftung in Freiburg und dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe). Aber auch Orchestermusik (Donaueschinger Musiktage 1993) und eine Kammeroper über eine Oper Joseph Haydns (für das Staatstheater Stuttgart) entstehen. Aufführungen in verschiedenen Ländern Europas und auf namhaften Festivals (z.B. Darmstädter Ferienkurse 1988, 1990 und 1994, Ars Musica Bruxelles 1 990 und 1 993, Wittener Tage für neue Kammermusik 1 990 und 1992, Tage für Neue Musik Stuttgart 1990 und 1991, Holland Festival Amsterdam 1990, Extasis Genf 1991, Musica Strasbourg 1992, Donaueschinger Musiktage 1993 und 1997, Wien Modern 1993, ex negative Berlin 1997, Musik im 20. Jahrhundert, Saarbrücken 1998)
seit 1996Lehrauftrag an der Musikhochschule Bremen; lebt in Freiburg.
 (Stand: 1998)

CD

1 Streichtrio (1988)
für Violine, Viola und Violoncello
Trio des ensemble recherche: Melise Mellinger, Violine · Barbara Maurer, Viola · Lucas Fels, Violoncello                    

2 ...kaum ein Hauch (1991)
 für Kontrabassflöte
Martin Fahlenbock, Kontrabassflöte                        

3 Annäherungen (1996)
für Ensemble
ensemble recherche
Leitung: Peter Rundel
                      

4 ARCADE (1991/92)
für Violoncello und Live-Elektronik
Lucas Fels, Violoncello
Experimentalstudio der Heinrich Strobel-Stiftung des SWR Freiburg         
           

5 Durchbrochene Räume (1994, rev. 1998)
für Flöte, Violoncello und Klavier
Mitglieder des ensemble recherche: Martin Fahlenbock, Flöte · Lucas Fels, Violoncello · Martin Klingler, Klavier

               

15 Alleanza d'archi (1996)
für Violine, Viola und Violoncello
Matthias Leupold, Violine · Henrik Schaefer, Viola · Mattias de Oliveira Pinto, Violoncello          

16 Peser ses mots (1997)
für Subkontrabassblockflöte, Bassklarinette, Violoncello, Kontrabass, Klavier und Schlagzeug
musikFabrik - Ensemble für neue Musik
Leitung: Marcus Creed

Unsere Förderer