Künstlerischer Leiter

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Rüdiger Bohn in den Fächern Klavier und Dirigieren an den Musikhochschulen Köln und Düsseldorf. Er gewann mehrere internationale Kammermusikwettbewerbe, zum Beispiel in Florenz und in Bordeaux, und trat regelmäßig als Konzertpianist auf, bevor er sich, bestärkt durch Meisterkurse bei Leonhard Bernstein, Sergiu Celibidache und Sir John Eliot Gardiner, für die Dirigentenlaufbahn entschied. Als musikalischer Assistent am Brüsseler Théatre de la Monnaie sammelte er erste Erfahrungen im neuen Metier und wurde dann als Kapellmeister an die Theater von Basel und Lübeck verpflichtet. Gastdirigate führten ihn u.a. an die Opéra de Nancy, das Staatstheater Darmstadt, zur Münchener Biennale, an das Teatro Comunale in Bologna, zu den Orchestern der Rai in Rom und Turin und dem Orchestre de Chambre de Lausanne. Insbesondere im Bereich der Neuen Musik hat sich Rüdiger Bohn internationale Reputation erworben: Auftritte beim Warschauer Herbst und mit dem Klangforum Wien sind zu erwähnen, vor allem aber seine Arbeit an der Zeitgenössischen Oper Berlin, deren Mitgründer und musikalischer Leiter er war. Opern von Henze, Kagel, Feldman, Reimann, Hölzsky, Sciarrino, Maxwell-Davies, Rihm, Qu Xiao-song und Zender erklangen dort unter seiner Stabführung. Zuletzt dirigierte er das Ensemble TIMF (Tongyeong International Music Festival) in Seoul und das Österreichische Ensemble für Neue Musik bei den Salzburger Festspielen. Seit dem Wintersemester 2005/06 ist Rüdiger Bohn als Professor für Dirigieren an die Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf tätig.

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