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Ansprechpartner

Gerardo Scheige
Sina Miranda

Erscheinungsjahr: 1988                  WER 60504 50 Bestellen

Wolfgang von Schweinitz

 


Messe

 

 

Interpreten:

Cherryl Studer Sopran • Gabriele Schreckenbach Mezzosopran • William Pell Tenor • Boris Carmeli Bass • RIAS-Kammerchor (Leitung: Uwe Gronostay) • Radio-Symphonie-Orchester Berlin (Leitung: Gerd Albrecht)


Zur Musik


 

Die Messe folgt, abgesehen von einer Auslassung im Credo, dem traditionellen lateinischen Text, Ordinarium Missae. Wenn die liturgischen Inhalte und Formen ihre kollektive Selbstverständlichkeit lange verloren haben, ist die Vertonung noch als persönliche Auseinandersetzung möglich, in zweifacher Hoffnung. Mit unserer auf vermeintliche Sachzwänge fixierten Rationalität sind wir bereit, die Erde preiszugeben. So ist die Suche nach höherer Vernunft utopisch, aber von existentieller Notwendigkeit.

Wolfgang von Schweinitz

 

 


Programm der CD

Messe
für Soli, Chor und Orchester, op. 21 (1981-83)
1          I. Kyrie 08:15 anhören
2 II. Gloria 12:22 anhören
3 III. Credo 12:16 anhören
4 IV. Sanctus 06:20 anhören
5 Benedictus 06:48 anhören
6 V. Agnus Dei 10:48 anhören
Cherryl Studer, Sopran - Gabriele Schreckenbach, Mezzosopran
William Pell, Tenor - Boris Carmeli, Bass
RIAS-Kammerchor - Ltg. Uwe Gronostay
Radio-Symphonie-Orchester Berlin
Ltg. Gerd Albrecht

Lebenslauf


Wolfgang von Schweinitz wurde 1953 in Hamburg geboren. Er begann 1968 ein Studium der Musiktheorie und Komposition bei Esther Ballou an der American University in Washington D. C., setzte es in den Jahren 1970-73 bei Ernst Gernot Klussmann an der Staatlichen Musikhochschule in Hamburg fort und beendete es 1973-75 bei György Ligeti.

Danach arbeitete er für ein Jahr im "Center for Computer Research in Music and Acoustics" in Stanford, Kalifornien. Es folgten einige ausführliche Reisen, wonach er in München und 1978/79 als Stipendiat in der Villa Massimo lebte. 1980 war er Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen. Zwei Jahre wohnte und arbeitete er in Berlin und zog 1981 aufs Land, zunächst nach Niedersachsen in die Lüneburger Heide und schließlich nach Schleswig-Holstein, wo er seither freischaffend am Eiderdeich lebt.


Preise und Auszeichnungen

1972-77 Studienstiftung des deutschen Volkes

1975 Bach-Preis-Stipendium der Freien und Hansestadt Hamburg

1976 Förderungspreis der Stadt Stuttgart für junge Komponisten

1978/79 Stipendium der Deutschen Akademie Villa Massimo, Rom

1979/80 Stipendium Hamburger Rotarier

1981 Förderungspreis Musik der Akademie der Künste Berlin

1986 Schneider-Schott-Musikpreis Mainz


(Stand: 1988)


Werkliste

(Auswahl)
Musiktheater
1986- Patmos, op. 26
Azione musicale nach Martin Luthers Übersetzung der Apokalypse des Johannes, eingerichtet von D. E. Sattler
Orchesterwerke
1976 Mozart-Variationen, op. 12
für großes Orchester
1978/79 Klavierkonzert, op. 18
für Klavier und großes Orchester
1979/80 Konzert-Ouvertüre, op. 19
für großes Orchester
Vokalmusik
1977 Die Brücke, op. 15
Gesang auf einen Text von Franz Kafka für Tenor, Bariton und kleines Orchester
1980/81 Papiersterne, op. 20
Fünfzehn Lieder nach Gedichten von Sarah Kirsch für Mezzosopran und Klavier
1981-83 Messe, op. 21
für Soli, Chor und Orchester
Sechs alte Lieder
für Kinderchor, Blockflöten, Trompeten und Schlagzeug gesetzt
Kammermusik
1975 Bläserquintett, op. 9
1976 Septett, op. 11
für Bratsche und Bläser
1976/77 Streichquartett, op. 13
1977 Sonate, op. 14
für Violine solo
1978 Streichsextett, op. 16
Hommage à Franz Schubert
1983 Adagio, op. 22
für Englischhorn, Bassetthorn, Waldhorn und Fagott
1983 Drei Etüden, op. 23
für Klavier
1984 Englische Serenade, op. 24
für zwei Klarinetten, zwei Fagotte und zwei Hörner
1985 Musik für vier Saxophone, op. 25
(Stand: 1988)