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Gerardo Scheige
Sina Miranda

Erscheinungsjahr: 1988                 WER 60507 50 Bestellen

Ulrich Leyendecker


Konzert für Violoncello und Orchester

I. Streichquartett

Konzert für Klavier und Orchester

Canto per Violino solo



Interpreten:
Georg Faust Violoncello • Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks (Leitung: John Carewe) • Brahms Quartett • Raymund Havenith Klavier • Radio-Symphonie-Orchester Berlin (Leitung: Peter Gülke) • Eva Dörnburg Violine


Zur Musik


Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Musik zwar hochsensibel, jedoch niemals maßlos ist. Der Komponist kennt kein emotionales Sich-Treiben-Lassen, er bleibt immer beherrscht und kontrolliert. Auch arbeitet er stets musik-immanent, bezieht nichts Außermusikalisches ein, bedarf zum künstlerischen Ausdruck keiner wie immer gearteter "Kontexte". Die vorliegende CD enthält ausschließlich reine Instrumentalwerke Leyendeckers und entspricht somit dem Werkkatalog des Komponisten, in dem diese Gattung (bislang) überwiegt. Aber auch in den seltenen Fällen von Textvertonung, die wir von ihm besitzen (Hernández, Kafka), wird deutlich, dass für ihn nur das zählt, was in Töne umsetzbar ist. Diese Musik hat ihre Existenzberechtigung ausschließlich in sich selbst.


Programm der CD

Konzert für Violoncello und Orchester (1983) 23:45
1      I Arcuato 10:19 anhören
2 II Spettrale 09:09 anhören
3 III Ritorno funebre 04:17 anhören
Georg Faust, Violoncello
Sinfonie-Orchester des Norddeutschen Rundfunks
Leitung: John Carewe
I. Streichquartett (1978) 12:03
4 I Schattenhaft 03:51 anhören
5 II A tempo, ma poco rubato 02:14 anhören
6 III Nervoso 02:46 anhören
7 IV Appassionato e affetuoso 01:24 anhören
8 V Un poco rubato 01:48 anhören
Brahms Quartett
Konzert für Klavier und Orchester (1981) 14:59
9 I Lugubre - Nero 07:03 anhören
10 II (ohne) Titel 04:57 anhören
11 III Grave - Molto nero 02:59 anhören
Raymund Havenith, Klavier
Radio-Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Peter Gülke
12 Canto per Violino solo (1979) 05:28 anhören
Eva Dörnburg, Violine

Lebenslauf

1946      in Wuppertal geboren
1962-65 erster Kompositionsunterricht bei Ingo Schmitt
1965 Studium an der Musikhochschule Köln, Komposition bei Rudolf Petzold, Klavier bei Günther Ludwig
1968 Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes
1975 Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen
1978-79 Jahresaufenthalt in der Villa Massimo, Rom
1984 Stipendium für die Cité Internationale des Arts, Paris
1986 Mitglied der freien Akademie der Künste Hamburg
seit 1971 Dozent für Theorie, seit 1981 Professor für Komposition/Theorie on der Musikhochschule Hamburg
Lebt in Wuppertal
(Stand: 1988)

Werkliste

(Auswahl)
Orchesterwerke
1974 Symphonie Nr. 1
1979 Con espressione
für großes Orchester
1980 Verwandlung
Vier Stücke für Kammerorchester
1981 Konzert für Klavier und Orchester
1981 Impromptu
für Orchester
1981 Versunken in die Nacht
Gesang für Sopran und Kammerorchester nach einem Text von Franz Kafka
1983 Konzert für Violoncello und Orchester
1985 Symphonie Nr. 2
Kammermusik
1966 Streichtrio I
1967 Trio
für Klarinette, Violoncello und Klavier
1967 Maqam
für Klaviertrio
1969 Nocturne
für Sopran, Flöte, 2 Klaviere, Orgel (4-händig), Celesta und Tamtam
1972 Streichtrio II
1975/83 Canción ultima
für Altstimme und Kammerensemble nach einem Text von Miguel Hernández
1973/77 Nachgelassene Papiere des Bruders Medardus, eines Kapuziners
für Kammerensemble und Tonband
1977 Jiddischer Rumba
für Kammerensemble
1978 1. Streichquartett
1985 Sonate
für zwei Klaviere
1986 Sonata
für Violoncello, Orgel und Schlagzeug
Werke für Soloinstrumente
1964 Klavierstück II
1965 7 kurze Klavierstücke
1966 Klavierstück I
1968 Klavierstück III
1971 Klavierstück IV
1973 Solo I
für Querflöte
1975 Solo II
für Altblockflöte (elektronisch verstärkt) und Tonband
1979 Canto per violino solo
1982 Verso Parsifal
für Gitarre solo
(Stand: 1988)