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Gerardo Scheige
Sina Miranda

Bestellen     WER 6524 2, Erscheinungsjahr: 1994

 

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Programm der CD

Arie dissolute 08:54
für Viola und Kammerensemble (1986/87)
1      Pròlogo 00:36 anhören
2 Scena I 00:38 anhören
3 Aria I 01:25 anhören
4 Scena II Il Sogno 03:19 anhören
5 Scena III Saggio di corde 00:53 anhören
6 Aria II 01:33 anhören
7 Epìlogo 00:26 anhören
Barbara Maurer, Viola - Ensemble Köln
Ltg. Robert HP Platz
8 Sonetto LXXXIII del Michelangelo 12:38 anhören
für Klavier (1986)
Kristi Becker, Klavier
9 Reißwerck 01:47 anhören
für Gitarre (1987)
Bernd Kortenkamp, Gitarre
10 "FEUERZAUBER" AUCH AUGENMUSIK 05:46 anhören
Studie in / über Phantasmagorie für 3 Flöten, Harfe und Violoncello (1981)
Ensemble Köln
Ltg. Robert HP Platz
11 CERCAR 06:19 anhören
für Posaune (1983)
Mark Tezak, Posaune
12 Opus breve 01:32 anhören
für Violoncello (1987)
Frances-Marie Uitti, Violoncello
13 Kryptogramm für neun Musiker 05:54 anhören
(für Orchestertorso) (1989)
IGNM Ensemble Basel
Ltg. Jürg Henneberger
Epiphyt 22:09
für Flöte und Kammerensemble (1987/88)
Parte Prima
14 I 01:34 anhören
15 II 01:07 anhören
16 III 01:05 anhören
17 IV 06:11 anhören
18 V 05:51 anhören
19 VI 04:04 anhören
20 VII 04:53 anhören
Parte Seconda
21 VIII 00:34 anhören
22 IX 00:56 anhören
23 X 02:34 anhören
24 XI "La Liberté chimérique" 01:22 anhören
25 XII 02:17 anhören
26 XIII "Der unendliche Augenblick" 01:59 anhören
27 XIV Verwirrung und Schluß 02:24 anhören
Pierre-Yves Artaud, Flöte - Ensemble Köln
Ltg. Robert HP Platz

Zur Musik

 

Die Werkliste von Klaus K. Hübler ist kurz. Die im Jahre 1989 krankheitsbedingt abrupt unterbrochene kompositorische Arbeit umfasst gerade 24 Partituren. Doch ist diese Ausbeute nur augenscheinlich klein. Sie zeigt einen Komponisten, der frühzeitig seine eigene Sprache fand und weiterdachte, dessen kompositorische Entwicklung bisweilen so rasch und zielstrebig voranging, dass ein Vergleich der früheren mit den späteren Partituren manchmal kaum auf denselben Autor zu schließen lassen scheint.

Die erste Phase ist geprägt einerseits durch zunehmend leise, langsam sich entwickelnde Klangflächen, kontrapunktiert mit ruhig kreisenden, ostinatoartigen Motiven. Andererseits zieht sich ein an Alban Berg gemahnendes, auffahrendes Espressivo durch die Partitur dieser Jahre; ein Espressivo, das mehr und mehr vom "einfachen" Gestus zum instrumentaltechnisch präzise definierten Strukturtyp wird.

Dieses instrumentaltechnisch aufgefangene Espressivo scheint mir auch der Dreh- und Angelpunkt beim Wechsel zu den Werken der zweiten Phase zu sein.

 

Die technisch exakte Definition dessen, was der Spieler tun soll, verändert sich unter der Betrachtung dessen, was der Spieler eigentlich tut: Die Spielweise der Instrumente wird zum ästhetischen und analytischen Ausgangspunkt von Hüblers Komponieren. Solcherart entstehen in der zweiten Phase Kompositionen, die in einer gänzlich neuen Weise "für das Instrument" geschrieben sind, auch wenn die Schwierigkeiten der Ausführung - schließlich fällt alles Ungewohnte schwer - manchem Spieler bei der ersten Begegnung mit der Partitur das Gegenteil suggerieren.

 

Robert HP Platz

 

 


Lebenslauf (Stand: Erscheinungsjahr der CD)

1956      geboren in München
1975 Kompositionsstudien bei Peter Kiesewetter; Studium der Musikwissenschaft an der Universität München
1977 Förderpreis der Landeshauptstadt Stuttgart
1980 Kompositionsstudien bei Brian Ferneyhough
Preisträger beim Kompositionswettbewerb der Sommerlichen Musiktage Hitzacker
1982 Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks
Stipendienpreis des Internationalen Musikinstituts Darmstadt
Preisträger beim Kompositionswettbewerb der Stadt Reinbek
Förderpreis der GEMA-Stiftung
1982/84 Einladungen zur Teilnahme am Internationalen Komponistenseminar der Stiftung Künstlerhaus Boswil
1983 Stipendium des Centre européen pour la recherche musicale
Selektion zur Internationalen Gaudeamus Musikwoche
1984 Musikstipendium der Landeshauptstadt München
1984/86 Einladungen zur Teilnahme am Komponistenforum der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt
1985 Anerkennung der Jury beim Internationalen Kompositionswettbewerb "Hambacher Preis"
1986 Einladung zur Teilnahme am Komponistenforum des Pittsburgh International Music Festival

Werkliste (Auswahl, Stand: Erscheinungsjahr der CD)

Soloinstrumente und Ensemble
1986/87 Arie dissolute
für Viola und Kammerensemble
1987 Epiphyt
für Flöte und Kammerorchester
Kammermusik
1975/76 MVSICA MENSVRABILIS
für 2 Violinen und Viola
1978 Chanson sans paroles
Kafkastudie l für Klarinette in B, Violoncello und Klavier
1980/81 1. Streichtrio "Konzertparaphrase"
1981 ?FEUERZAUBER" AUCH AUGENMUSIK
Studie in/über Phantasmagorie
für 3 Flöten, Harfe und Violoncello
1983 Am Ende des Kanons
Musica con(tro)versa für Posaune und Orgel
1982/84 3. Streichquartett ?Dialektische Fantasie"
1985/86 sklEros
Doppelvariationen für Flöte, Oboe d'amore, Bassklarinette, Fagott und obligates Horn
Werke für Soloinstrumente
1978 Sonate für Violine
Lamento, Scherzo ed Arioso
für Viola
1983 CERCAR
für Posaune
1985 Grave e sfrenato
für Oboe
1986 Sonetto LXXXIII del Michelangelo
für Klavier
1987 Opus breve
für Violoncello
1987 Reißwerck
für Citarre