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Ansprechpartner

Gerardo Scheige
Sina Miranda

Erscheinungsjahr: 1994                     WER 6525 2 Bestellen

Claus Kühnl



La petite mort

       Eine Phantasmagorie

       Musiktheater in drei Teilen (1988/89)





Interpreten:

Lan Rao Sopran • Deutsche Kammerphilharmonie (Leitung: David Robertson)



Zur Musik

 

Claus Kühnls Werk "La petite mort", ein Auftragswerk der Frankfurt Feste 1991, ist ein Stück Musiktheater. Doch "La petite mort" braucht nicht notwendigerweise die Bühne, um zu wirken. Die Inszenierung der bilderreichen Musik findet im Kopf des Zuhörers statt.

"La petite mort": das ist Weltschau als Innenschau, Seelenspiegelung in überraschend schönen Klängen, nachdenklich stimmendes Resultat einer introspektiven Lebensphase des Komponisten, der zur Zeit der Fertigstellung des Werks von sich sagte, er befinde sich nun auf einem Rückzug in die Stille.

Claus Kühnl sieht im Musiktheater, wie er es sich vorstellt, einen Gegensatz zur Oper. Es geht ihm nicht um eine durchgehende Handlung mit vertonten Dialogen, vielmehr um die Schaffung von Zeichen jeglicher Art. Kühnls Musiktheater soll ein Fest für Augen und Ohren sein, ein mystisches Erlebnis, das die Sinne direkt berührt, ohne einen Umweg über den analytischen Verstand gehen zu müssen. Dabei spielt das Wort eine untergeordnete Rolle. Text ist Klang, Wörter sind Töne, die Stimme ein Instrument, gleichberechtigt den Instrumenten des Orchesters, nicht sie dominierend.

Brigitta Mazanec

 

 


Programm der CD

La petite mort 51:31
Eine Phantasmagorie
Musiktheater in drei Teilen (1988/89)
Nach einer Idee von Angelika Kippenberger, Thomas Kippenberg und dem Komponisten. Libretto mit Texten von Hermann Hesse, Rabindranath Tagore, dem Granum Sinapis (1300) und Kinderreimen vom Komponisten.
Erster Teil
1      Vorspiel 01:19 anhören
2 Spiegelungen 05:52 anhören
3 Im Labyrinth 06:59 anhören
Zweiter Teil
4 Mura 05:58 anhören
5 Inu 07:32 anhören
6 Lalana 06:42 anhören
Dritter Teil
7 Tenebrae 03:41 anhören
8 Le petit mort 08:25 anhören
9 Spuren 04:37 anhören
Lan Rao, Sopran - Deutsche Kammerphilharmonie
Leitung: David Robertson

Lebenslauf

1957        in Arnstein geboren
1973-83 Studienjahre (Komposition, Klavier, Dirigieren an den Musikhochschulen Würzburg und Frankfurt/Main)
Halbjähriger Aufenthalt in der Cité Internationale des Arts, Paris
1981-83 Lehraufträge für Musiktheorie an der Frankfurter Goethe-Universität (Musikwissenschaft), der Darmstädter Akademie für Tonkunst sowie dem Hoch'schen Konservatorium, Frankfurt/Main
seit 1984 Dozent für Neue Musik sowie Leiter einer Kompositionsklasse am Hoch'schen Konservatorium
1990-91 Aufenthalt in der Villa Massimo, Rom
Zahlreiche Kompositionspreise, Aufführungen in nahezu allen europäischen Ländern, Japan und den USA, gelegentliche Konzerttätigkeit als Dirigent und Pianist.
(Stand: 1994)

Werkliste

(Auswahl)
Musiktheater
1988/89 La petite mort
Eine Phantasmagorie nach einer Idee von Angelika und Thomas Kippenberg und dem Komponisten
Libretto mit Texten von Hermann Hesse, Rabindranath Tagore, dem Granum Sinapis (1300) und Kinderreimen vom Komponisten
1993/94 Die Geschichte von der Schüssel und vom Löffel
Ein modernes Märchen. Musiktheater nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Michael Ende
- in Vorbereitung -
Orchesterwerke
1984/91 A mon seul désir
Musik für Kontrabass und großes Orchester in drei Teilen
1986 Vorspruch und Gesang des Einhorns
Auszug aus A mon seul désir
1987 Szene
für Koloratursopran und großes Orchester
1985/87 Die Einsamkeit des Franz Liszt
Auslotung dreier später Klavierstücke Liszts
Kammerorchester / Ensemble
1982 Monodie, Musik der Stille
1989 Duplum, Musik des Lichtes und der Finsternis
1983/89 Vision
für 20 Solostreicher
Musik für 1 -4 Spieler
1977/83 Streichquartett in einem Satz
1985 Hommage à Schubert
Dramma giocoso für einen Alphornspieler (oder einen Blechbläser)
1987 "...im horizont hätten fahnen zu stehen"
Zyklus für Klavier (mit Präparation) nach Kryptogrammen aus meinem Tagebuch
1990 Anverwandlung/Doppelblick
für Klavier
1992 Lichtklang I
für zwei Klaviere
(Stand: 1994)